IP-Symcon Update 5.0 auf dem OpenMediaVault Debian NAS

18. Aug
2018
geschrieben von Roland Meier

Zur Visualisierung und Steuerung all meiner Smarthome Geräte setze ich nun seit über einem Jahr IP-Symcon (Anzeige) ein.

In zahlreichen Beiträgen u.a. Tvheadend, IP-Symcon & KODI Datenbank auf dem NAS beschreibe ich von der Installation bis hin zur Einrichtung der Geräte oder Programmerstellung.

Vor wenigen Tagen erschien die neue Version 5.0 mit unzähligen Optimierungen.

 

Eines der für mich wichtigsten Neuerungen ist, dass Symcon nun auch als Docker Image verfügbar ist.
Dadurch brauche ich nicht wie im obigen Beitrag, nicht vorhandene Pakete im System nachrüsten, oder gar die Installationsdatei zu ändern.

 

Ziel ist es also, Symcon 5.0 auf meinem vorhandenen OpenMediaVault NAS mit Debian Stretch 64bit zum Laufen zu bekommen.

 

Installation von IP-Symcon 5 auf Debian Stretch im Docker

Mit meinen ersten Versuchen ging ich den alten Weg und probierte die Datei aus den Paketquellen zu installieren.

Mir wurden dabei folgende Abhängigkeiten angezeigt:

symcon : Hängt ab von: libboost-system1.65.1 ist aber nicht installierbar
Hängt ab von: libboost-filesystem1.65.1 ist aber nicht installierbar
Hängt ab von: libboost-date-time1.65.1 ist aber nicht installierbar
Hängt ab von: libgit2-26 ist aber nicht installierbar
Hängt ab von: libcurl4 ist aber nicht installierbar

 

Libbost ist auf meinem 64bit Stretch als Version 1.62.0 vorhanden. Mit den entsprechenden Ubuntu DEB Pakete bekam ich zwar diese Version installiert, leider wurde sie vom Installer aber nicht erkannt. Auch mit Libcurl4 hatte ich meine Probleme.

Mit dem alten Weg, die Abhängigkeitsdatei anzupassen kam ich auch nicht weit, da beim Symcon Start ein Fehler bezüglich LibBoost 1.65.1 erschien.

 

Ohne noch länger Zeit zu investieren ging ich dann auch gleich den Weg und versuchte die Installation über Docker:

apt-get install apt-transport-https dirmngr
echo 'deb https://apt.dockerproject.org/repo debian-stretch main' >> /etc/apt/sources.list
apt-key adv --keyserver hkp://p80.pool.sks-keyservers.net:80 --recv-keys F76221572C52609D
apt-get update
apt-get install docker-engine

 

Die eigentliche Symcon Installation ist eigentlich ziemlich unspektakulär:

docker pull symcon/symcon:stable

 

In meinem Fall starte ich final das Image wie folgt:

docker run --name symcon \
--hostname symcon \
-d \
-p 3777:3777 \
-p 5544:5544 \
-v /var/lib/symcon:/var/lib/symcon \
-v /var/log/symcon:/var/log/symcon \
-v /root:/root \
--restart always \
symcon/symcon:stable

 

Neben dem Standard Port 3777 habe ich auch 5544 für die HomeMatic Geräte gemappt.
Auch verwende ich meine ursprünglichen Ordner welche ich in das Dockerimage verlinke.
Mit --restart always stelle ich sicher, dass auch beim NAS Neustart das Symcon-Docker-Image automatisch startet.

 

Damit Symcon auch starten kann, darf der Port 3777 natürlich nicht belegt sein, was es jedoch von der alten Symcon 4.4 der Fall ist.
Deshalb muss dieser Prozess vor dem Start beendet werden:

service symcon stop

 

Damit beim nächsten System-Neustart nicht zuvor das alte Symcon 4.4 startet und Symcon 5 blockiert, kann der Dienst entweder aus dem Autostart genommen werden, oder einfach deinstalliert werden z.B.

apt-get remove symcon

 

Achtet aber darauf, dass euer Programmordner unter /var/lib/symcon nicht entfernt wird, bzw. dass ihr den sauber gesichert habt!
Schließlich verlinkt der Ordner in das Docker Image!

Meine Symcon Sicherungs- und Wiederherstellungsskripte kann ich in dieser Konfiguration unverändert weiter nutzen.

 

Weitere Update Anpassungen mit der Webkonsole

Was in meinem Fall ein weiterer sehr großer Pluspunkt ist, dass die Verwaltungskonsole nun webbasiert ist. Damit spare ich mir die Installation der Windows Verwaltungskonsole auf meinem Linux Rechner.

Ich denke mit diesem Update gehen die Entwickler/innen von Symcon einen sehr großen Schritt auf ein betriebssystemunabhängiges und zeitgemäßes System.

Die Konsole ist mit dem Zusatz /console einfach im Browser zu erreichen:
SYMCON-IP-ADRESSE:3777/console

Wie in der Symcon Dokumentation (Anzeige) beschrieben, müssen noch ein paar Dinge erledigt werden:

  • rechts oben auf das Icon (Information)SpezialschalterNAT Support aktivieren
    spezialschalter nat support
     
  • im HomeMatic Socket muss die IP-Adresse des Ereignisservers aktualisiert werden. Hier wird bereits die verfügbare zur Auswahl angezeigt. Diese ist nun anders, da das Docker Image intern eine andere Adresse hat.

    Weiter unten muss dann auch noch die Host-Adresse unter Public-IP eingetragen werden.

 

Damit sollten die HomeMatic Geräte auch schon wieder funktionieren.

 

Auch bei den anderen Sockets, in meinem Fall die UDP Sockets der DMX LED-Stripes musste die IP-Adresse des Ereignisservers aktualisiert werden, bevor die Instanzen benutzt werden konnten.

 

Das wars auch schon. IP-Symcon 5 läuft.

 

Erste Schritte mit der neuen Symcon Webkonsole

Auch wenn die Konsole völlig anders aussieht. Vom Prinzip her hat sich nichts verändert, meine hauptsächliche Arbeit findet nach wie vor im Objektbaum statt.

Ich bin extrem positiv überrascht, es fühlt sich einfach neu, zeitgemäß und flüssig an, bisher hakts nirgendwo.

Auch am Skript Editor wurde einiges gemacht, so bietet er nun auch eine Autovervollständigung:

skript editor

 

Die ganzen Icons werden nun auch gleich allesamt angezeigt und vereinfachen die Auswahl enorm:

variablen icons vorschau

 

Alle meine Skripte die bisher eingebunden waren, funktionieren.
Die Rolladen sowie Beschattungsprogramme laufen, LED-Leisten, Lichter und sonstige Schaltaktoren können geschaltet werden, der Staubsaugerroboter wird korrekt angesteuert und auch die Multiroom-Squeezebox klappt.

 

Hier zum Abschluss meine Statusseite:

alice status webfront

 

Gelesen 755 mal Letzte Änderung am Sonntag, 11 November 2018
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