Multiroom in der Wohnung mit Max2Play Raspberry

11. Apr
2018
geschrieben von Roland Meier

Vor einigen Wochen habe ich mich erneut mit dem Thema Multiroom beschäftigt.

Die Idee dafür stammte vom Besuch letzten Jahres im Loxone Smarthome wo in jedem Raum schöne Deckenlautsprecher angebracht waren, überall konnte beliebige Musik wiedergegeben werden, Türsprech- sowie Alarmanlage wurden ebenfalls darüber ausgegeben.

 

Nach einigen Gesprächen mit anderen Hausbauer und Heimautomatisierer hatte ich dann festgestellt, dass "Multiroom" wohl auch jeder etwas anders versteht.

 

Was erwarte ich von "meinem Multiroom" System?

Wie der Name schon sagt, stelle ich mir unter Multiroom in jeden Fall mal vor, in unterschiedlichen Räumen ein Lautsprechersystem zu haben, über welches ich beliebige Musik oder Informationen wiedergeben kann.

Da wir aktuell noch in unserer 3 Zimmer Wohnung sind, beschränke ich mich erstmal lediglich auf 1 System in der Küche bzw. Esszimmer sowie eines im Bad.

Als Musikquellen möchte ich soweit mal die Musik von meinem NAS, Spotify, natürlich Radio und wenn möglich auch meine persönlichen Favoriten Digitally Imported.

Was die Steuerung angeht, möchte ich möglichst flexibel bleiben. Egal ob ich mit dem Smartphone unterwegs bin, gerade an der Eingangstür am Zentral-Tablet stehe, am PC im Büro oder auf der Couch mit dem Notebook sitze, von überall möchte ich schnell und einfach die Systeme ansteuern können.

 

Nachdem ich einige Zeit recherchiert hatte und fast schon davon überzeugt war, einfach ein paar Raspberries mit KODI-Installationen einzusetzen, stieß ich dann auf das Raspberry Image Max2Play (Anzeige).

Nach ein paar allgemeinen Fragen und prompte Antworten vom Support hatte ich dann wenige Tage später zwei Max2Play HifiBerry AMP2 Bundles (Anzeige) von Heiner Übing erhalten.

 

Inbetriebnahme des Max2Play Raspberry

Die AMP2 Verstärkerplatine kann einfach auf den Raspberry aufgesteckt werden, die Abstandshalter sowie Schrauben einschließlich einem schwarzen Max2Play Gehäuse waren dabei.

Im Set fehlt es an nichts, von klaren kurzen Anleitungen bis netten Aufklebern ist alles enthalten.

Hier hab ich zum Spaß mit der Webrotate 360 Software ein 3D Modell (Anzeige) erstellt, welches Ihr frei um 360° drehen könnt:

 

Nach Anstecken des Netzteils und der LAN-Verbindung ging ich in die Fritzbox um die erhaltene IP-Adresse zu bekommen, womit ich die Max2Play Oberfläche über einen Browser aufrufen kann:

max2play startbildschirm

 

Als erstes hatte ich unter Settings / RebootUpdate Max2Play die Version 2.44 auf Version 2.45 aktualisiert.

 

max2play audio card einrichtungErste Einstellungen des Max2Play im Esszimmer

Beim ersten Aufruf wurde ich gleich nach den Einstellungen der Soundkarte gefragt, welche ich mit HifiBerry bestätigt habe.

 

Anschließend habe ich folgende Punkte unter Settings / Reboot eingestellt:

  • Playername: Max2Play-EZ
  • Language: deutsch / Deutschland
  • Network Search aktiviert
  • Donate Button aktiviert
  • Save Settings
  • Reboot

 

WLAN & LAN Einstellungen:

  • WLAN interface laden aktiviert
  • Netzwerkname eingegebe
  • Netzwerkschlüssel eingegeben

Nach einem Neustart ohne LAN Kabel war eine WLAN-Verbindung mit anderer IP-Adresse vorhanden.

 

Hier noch meine aktiven Plugins und deren Reihenfolge für den Produktivbetrieb:

max2play plugins

 

NAS Share einrichten & Squeezebox Server

Im Bereich Dateisystem Mount können Netzwerkfreigaben einfach hinzufgefügt oder zur Verfügung gestellt werden.

In meinem Fall möchte ich lediglich die Musik vom NAS per NFS einbinden, dazu habe ich folgende Einstellungen vorgenommen und gespeichert:

  • Pfad: IP-ADRESSE-VOM-NAS:/export/music
  • Mountpoint: /mnt/music
  • Typ: nfs
  • Optionen: nolock

 

Nun kann die NAS Freigabe im Squeezebox Server eingelesen werden. Dazu im Max2Play auf Squeezebox ServerÖffne Squeezebox Server Webadministration → Einstellungen.

Hier den Medienordner vom Share angeben → Übernehmen und auf Durchsuchen starten klicken:

squeezebox nas einlesen

 

Es ist natürlich sinnvoll, die Musik anständig geordnert zu haben. Bei mir habe ich mir folgende Datei-/Ordnerstruktur angewohnt:

/Interpret/Album/CD 1/01 - Interpret - Titel (Remix).mp3

Nach wenigen Minuten ist die Musik eingelesen und kann wiedergegeben werden.

 

Bluetooth Plugin Installation & Verwendung mit z.B. Digitally Imported

Im Max2Play Reiter Bluetooth kann mit Klick auf Installiere Bluetooth die Treiber installiert und eingerichtet werden.

Nach einem Neustart kann dann hier nach Geräten gescannt werden. Ist das gewünschte Gerät aufgetaucht, kann es verbunden werden.
Auf dem Gerät muss lediglich die Verbindung bestätigt werden!

squeezebox bluetoothAls Streaming Einstellungen wählte ich den Stream zum Squeezebox Server.

Hier muss dann ein weiteres Plugin installierte werden mit dem Button Installiere Bluetooth Streaming für den Squeezebox Server.

 

Anschließend ist mein mit Bluetooth verbundenes Handy in den Squeezebox Favoriten.

Der Stream startet sobald ich am Handy eine Musik starte und kehrt eigenständig zur letzten Quelle zurück, sobald Bluetooth abbricht oder gestoppt wird.

 

Spotifiy in der Squeezebox

Es gibt ein Plugin für Spotify in den Squeezebox EinstellungenPluginsSpotty (hier v2.3.1) installieren.

Danach kann es b ei den Plugins aktiviert werden und über die Plugin Einstellungen eingerichtet werden.

Hier kann dann das eigene Konto hinzugefügt werden.

Über die Spotify Connect Felder kann dann noch eingestellt werden, ob andere Spotify Clienten die Geräte finden und ansteuern können. Natürlich habe ich diese aktiviert, egal ob vom PC-Clienten, Android oder iOS, alle fanden dann die Geräte und konnten sie ansteuern:

squeezebox spotify

 

Einstellungen des Max2Play Squeezebox Clients im Bad

Hier habe ich natürlich keinen weiteren Squeezebox Server am Laufen. Auch habe ich hier keine Soundkarte auf dem Raspberry, sondern nutze unsere Marshall Box über den Kopfhörerausgang des Raspberries.

Die Grundeinstellungen sind wie oben, jedoch wählte ich in den Raspberry Einstellungen KEINE Soundkarte und die Ausgabe auf die Kopfhörer.

 

squeezebox clientUnter Audioplayer wollte dann erstmal der Squeezelite Client nicht starten, nach Installation des Lowpassfilters und der Kommandozeilen Option -o headphones konnte der Client dann gestartet werden.

Nun konnte ich im Server auch schon beide Raspberries wie rechts ansteuern.

 

android squeezerSqueezebox Verwendung & Apps

Das Spotify Plugin ist in der Squeezebox dann unter Eigene AnwendungenSpotty zu finden.

Hier können die Wiedergabelisten, Interpreten etc. aus dem eigenen Profil verwaltet werden.

 

Internet Radio konnte bei mir ohne weitere Einstellungen bereits genutzt werden.

SqueezeboxRadioLokales RadioSenderSender auswählenPlay

 

Die NAS Inhalte sind unter Eigene Musik zu finden und können hier wie gewünscht nach Alben, Interpreten oder andere Kriterien sortiert, gefiltert oder gesucht werden.

SqueezeboxEigene MusikAlbenAlbum auswählenPlay

 

Auf sämtlichen Android Geräten habe ich soweit mal die App Squeezer installiert.

Die IP-Adresse des Squeezebox-Servers wurde automatisch ermittelt, ebenso die Clienten zur Auswahl.

Sämtliche Inhalte wie sie auch über den Webbrowser angesteuert werden können geht auch über diese gratis App.

Da ich später eh hauptsächlich über IP-Symcon steuern möchte, bin ich mit diesem ersten funktionierendem Versuch soweit zufrieden.

 

Einbau der Canton Lautsprecher im Esszimmer

Die Decke in meinem Esszimmer ist mit Gipskartonplatten 1-lagig Beplankt.

 

Nach Google Recherchen über die Tragkraft von Rigipsplatten konnte ich ermitteln, dass diese bei einer Lasttiefe von 30cm und einlagiger Beplankung ca. 40 kg/m entspricht.

 

 

Nachdem ich einige Deckenlautsprecher u.a. von Magnat ausprobiert hatte, blieb ich am Ende bei nebenstehenden Canton InCeiling 865 Deckelautpsrecher hängen:

canton magnat lautsprecher test

 

Ein Lautsprecher wiegt knapp 5kg, alleine damit hätte ich bei meiner Lasttiefe keine Probleme bekommen sollen.
Dennoch habe ich mit einer 1cm Pressplatte weiterhin verstärkt:

canton lautsprecher eingebaut

 

Damit sollte ich hoffentlich auch bei stärkeren Vibrationen, sprich lauterer Musik keine Themen bekommen.

 

Integration der Multiroom Anlage in IP-Symcon

Auf Github fand ich das IPSSqueezeBox Modul für IP-Symcon.

Wie hier beschreiben hatte ich auf der IP-Symcon Konsole über Kern InstanzenModulesHinzufügen die Github URL eingetragen.

Dann kann eine neue Logitech Media Server Instanz hinzugefügt werden:

ip symcon squeezebox instanz

 

Mit einem Klick auf Aktive Player in IPS erzeugen können diese dann auch schon erstellt werden.

Die Instanz selbst wirft erstmal noch einen Fehler aus, kann auch weder angesteuert, noch kann Name sowie Inhalt ausgelesen werden.

Mit Doppelklick auf die Instanz muss dieser noch die korrekte MAC-Adresse gegeben werden. Mit der IP-Adresse hatte es bei mir nicht funktioniert!
Die MAC-Adressen sind in der Squeezebox Oberfläche unter EinstellungenInformationen für jeden Player zu finden.

Nachdem diese in den Instanzen eingetragen und Übernommen ist, kommt auch kein Fehler mehr. Auch wurde der Name sowie die aktuelle Wiedergabe nun ausgelesen:

ip symcon squeezebox

 

Meine aktuelle Wiedergabeliste wird auch korrekt angezeigt und ich kann dessen Inhalte wechseln sowie die Playerfunktionen bedienen.

 

Gelesen 990 mal Letzte Änderung am Samstag, 14 April 2018 12:00
Artikel bewerten
(9 Stimmen)

Schreibe einen Kommentar

Ich habe den Datenschutz gelesen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur elektronisch erhoben und gespeichert werden. Alternativ kann ich als Namen auch ein Pseudonym eintragen. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an widerrufen.

Kalender

« Juli 2018 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31          

Newsletter

Euch interessieren meine Themen hier? Dann tragt euch einfach in den Newsletter ein und ihr werden bei neuen Beiträgen informiert.

Anzeige

 

 

Webdesign aus Saal a.d. Donau von Medialekt eK 2018

Cookies erleichtern die Bereitstellung dieses Blogs. Mit der Nutzung dieses Blogs erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden!

Weitere Info

Verstanden